Helicoptertechnik
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Entwicklungsgeschichte:

1999 entstand die Idee einer EC135 im Maßstab 1:5.
Ab April 2000 wurden erste Konstruktionen eines Fenestron getestet.
Diese Tests waren Grundvoraussetzung für die weitere Vorgehensweise
bei der Entwicklung der Rumpfzelle.
Im Dezember 2001 war der erste Rumpf fertig, der Fenestron wurde weiterentwickelt
und angepasst. Der Ursprünglich vorgesehene Starrantrieb wurde aus Gewichts- und Wartungsgründen durch einen Zahnriemenantrieb ersetzt.
Ab April 2002 fanden ausgiebige Erprobungsflüge zur Anpassung des Fenestron und Festlegung der Betriebsparameter statt.
Ende 2002 stand die endgültige Konstruktion des Fenestron und des Zwischengetriebes fest.
Seit Anfang 2003 flog die EC135 auf verschiedenen Flugtagen und wurde anfänglich noch mit einem 25ccm Methanolmotor angetrieben.
Die Leistungsfähigkeit des mit Zahnriemen angetriebenen Fenestron wurde über die folgenden Jahre kontinuierlich weiterentwickelt. Anfang 2009 war der Zahnriemenantrieb durch die immer höhere Leistungsfähigkeit der Antriebe (Turbine) an seine Grenzen angekommen. Ab Ende 2009 wurde die Weiterentwicklung des Fenestron auf einen Starrantrieb abgeschlossen. Mit diesem Starrantrieb kann jetzt das gesamte Leistungspotential aus dieser speziellen Heckrotorkonstruktion herausgeholt werden. Bei Maximalleistung hat der Fenestron eine Leistungsaufnahme von ca. 2,3 kW. Kann diese Leistung von dem Antriebssystem nicht bereitgestellt werden, liegen die Grenzen für die Flugdynamik und Überschussleistung niedriger. Je mehr Leistungsreserven zur Verfügung stehen, desto unkritischer wird das Flugverhalten im Grenzbereich, was einem unerfahrenen Piloten sehr entgegen kommt.
Anfang 2010 habe ich mit der Entwicklung einer Elektromechanik begonnen, diese sollte für den Betrieb mit einem Fenestron einen optimalen Wirkungsgrad erzielen und die geforderten Leistungen bereitstellen können. Hierzu war es notwendig einen Elektromotor mit der geforderten Drehzahl von 9800 U/min an einem 12s Akku bei max. 80% Regleröffnung und der notwendigen maximalen Leistung von 7kW zu finden. Bei der Fa. Hacker Motor wurde ich mit dem Q80L fündig. Dieser Motor wurde für meine Anwendung mit der entsprechenden Wicklung gefertigt und von mir für den Hubschrauberbetrieb mechanisch umkonstruiert.
Als Drehzahlsteller für diese hohe Leistung kam der Cool Kosmik 200+ HV von Kontronik zum Einsatz. Die Drehzahl von 9800 U/min war gefordert, um ohne Zwischengetriebe den Fenestron direkt antreiben zu können. Ein Getriebe mit der entsprechenden Untersetzung ist nur für den Hauptrotor notwendig, dieses besteht aus einer zweistufigen Zahnriemen / Tellerrad Kombination mit anpassbaren Untersetzungsverhältnissen.
Das Leistungspotential dieses Antriebs in Verbindung mit dem Fenestron ist so hoch, daß Kunstflug problemlos möglich ist. Dieses haben wir auch schon auf vielen Flugtagen spektakulär demonstrieren können.